Was, wieso, wer

Was, wohin und warum….
So die Impfungen sind erledigt! Der Arm schmerzt! Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Visum für Indien. Ach ja, ich sollte vielleicht erstmal erzählen, was wir überhaupt vorhaben!

Andi und Ich fliegen am 22.02.2009 nach Indien, genauer nach Gulmarg im Pir Panjals zum Skifahren.

Indien! Skifahren! Ok, das klingt ein wenig seltsam. Die ganze Geschichte ist wie folgt gelaufen. Es war einer dieser Abende, die Andi und ich im Maroto saßen, ein weni g von dem heiligen Gerstensaft tranken und versuchten die Welt zu verstehen. Das Bier hat die Sache ein wenig erleichter. Andi meinte auf einmal, er fliege im Sommer nach Peru zum Skifahren. Ok, dachte ich mir: Sommer, Skifahren, Peru! Da will ich nicht mit! Im Sommer geh ich lieber surfen. Naja, ich geh eigentlich immer lieber surfen! Aber er erzählte so leidenschaftlich, das ich fand: Schöne Geschichte, geiles Abenteuer. Ein paar Wochen später die gleiche Situation. Maroto, Bier, neue Geschichte! Jetzt war es nicht mehr Peru sondern Indien! INDIEN! Andi und Indien!?! Da stimmt was nicht! Andi ist der gleiche spirituelle Mensch wie ich, d.h. wir sind beide keine Yogi’s, stehen nicht unbedingt auf die Hippie-Geschichten. Also ist Indien nicht wirklich ein Land, das ich mal besuchen wollte. Geschweige denn konnte ich mir den Andi in Indien vorstellen. Ich hörte mir von Ihm die Reiseplanung an und fand sie sehr spannend.

Ein paar Tage später holte Andi seinen Pieps bei mir ab und zeigte mir einen Film von Warren Miller:

Ich kann nur sagen WOW! Aber den noch war die Geschichte für mich zu diesen Zeitpunkt sehr weit weg. Ich plante gerade mit Susanne und den Kindern den Trip Skiing France. Es sollte kurz nach Weihnachten losgehen und uns eine Woche Skispass in den französischen Alpen bringen. Leider mussten wir mittendrin abbrechen, da meine Mädels erkrankten. Es lag aber auch nicht wirklich viel Schnee.

Über’s Jännerloch sind wir dann zu unserer Hütte gefahren, um den Mädels eine Woche Skikurs zu gönnen. Andi kam spontan mit. In folgenden Tagen erzählte er mir immer wieder von Indien, das er jetzt buchen wolle, welche Flüge. Kurz er machte mir den Mund immer wässriger. Nach einiger Zeit hatte er mich soweit: Ich fragte Susanne, ob ich mit fliegen kann (darf). Sie war nicht wirklich begeister. Ist ja auch verständlich, Susanne hat leider oder Gotts sei Dank die gleichen Sportarten auf der Liste, wie ich. Aber nach einiger Zeit, meinte Sie dann flieg. Aber jetzt sind dann meine Zweifel aufgekommen. Soll ich fliegen, schaffe ich das, kann ich das und vor allen will ich das? In Absprache mit Andi, habe ich mir dann eine Woche Überlegenszeit genommen. Ich versprach Andi am Montag zu oder abzusagen.

Was soll ich sagen, ich habe Ihn dann am Sonntag angerufen und zugesagt. Montag angefragt, Dienstag gebucht, Mittwoch Flüge gebucht.

Und dann langsam mal nachgeschaut, wo es eigentlich hingeht:

Gulmarg ist in einem der schönsten Gebiete Kaschmirs und liegt auf einer Höhe von 2’730 Metern. Die Engländer haben Gulmarg 1927 als Ski-Ort (falls man zu der Zeit schon von einem Ski-Ort reden kann) entdeckt. Die Lage von Gulmarg bietet eine unvergleichliche Aussicht auf den Nanga Parbat und natürlich auch auf das Kaschmir Tal.

Und da liegt der Haken! Kaschmir, Indien, Pakistan! Da war doch was?!? Atombombe, Kaschmir Konflikt seit 1947 und so weiter. das sind nur kurze Gedankeblitze die mir spontan zu der Region einfallen… und wir fliegen mitten rein…

Zu diesen Punkt zitiere ich unseren Reiseveranstalter mal kurz:

Sicherheit in Kaschmir Beim Entscheid zur Teilnahme an einem Ski und Freeriding Programm in Gulmarg haben die Themen Risiken und Sicherheit in Kaschmir einen hohen Stellenwert gewonnen. Unter der Rubrik “Führer und Sicherheit” treten wir hier bereits auf die wesentlichen Gefahren und das Thema Sicherheit ein. Auf Grund verschiedener Nachfragen scheint es uns jedoch wichtig nachstehend die persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen von Chris Werren, unserem Programm Manager vor Ort weiterzugeben. Aktuelle Informationen über Veränderungen in der Gefahrenlage finden Sie von nun an auch auf unserem Blog. (http://www.skigulmarg.wordpress.com)

Ski Ferien im Himalaya und insbesondere in Gulmarg, Kaschmir werden immer populärer und damit steigt auch das Bedürfnis nach brauchbaren Informationen bezüglich der Gefahren und Risiken bei Reisen nach Kaschmir. Gute Informationquellen bilden dafür in der Regel die Online Versionen der Tageszeitungen oder Webseiten wie “Kashmir Watch” wo ein umfassender Ueberblick zur aktuellen Konflikt Situation gegeben wird. Leider sind die meisten dieser Informationen nur in Englisch verfügbar. Vor allem alleine Reisende sollten deshalb ergänzend dazu auch die Reiseratschläge der jeweiligen Auswärtigen Aemter konsultieren.

Als Veranstalter von Ski und Freeriding Programmen in Gulmarg, Kaschmir sind wir nicht nur dafür verantwortlich, dass unsere Gäste sich am Berg sicher fühlen sondern auch, dass sie ihre Reise von A bis Z bei bester Gesundheit vollenden. Bevor die interessierten Ski Fahrer bei uns buchen werden wir immer wieder mit der folgenden Frage konfrontiert: “Stimmt es, dass Gulmarg in einem umkämpften Gebiet liegt?”. Als Verantwortlicher dieser Programme in Gulmarg ist es mir wichtig interessierte Reisende und Ski Läufer über meine Erfahrungen stets auf dem laufenden zu halten und ihnen meine persönliche Einschätzung der aktuellen Lage mittels Blogs und über unsere Webseite mitzuteilen.

Die Gefahrenlage im Skigebiet von Gulmarg

Als erstes zur Gefahren Lage im Ski Gebiet – die Aussage, dass Gulmarg in einem umkämpften Gebiet liegen soll ist total aus der Luft gegriffen und entspricht nachweislich nicht der Realität. Es stimmt zwar, dass Gulmarg rund 20km von der sg. „Line of Control“ (Demarkationslinie zwischen dem Indischen und Pakistanischen Teil Kaschmirs) entfernt liegt und deshalb in diesem Gebiet eine starke Militärpräsenz festgestellt werden kann. Gulmarg ist eine kleine, abgelegene und im Winter schwer zugängliche Siedlung auf 2’700m mit etwas über 100 Einwohnern und hat deshalb ein geringes Potential für gewalttätige Ausschreitungen, insbesondere auch deshalb weil Alle die tagsüber im Ort für den Tourismus tätig sind am Abend wieder an ihre Wohnorte im Tal zurückkehren müssen. Richtig und wichtig ist aber vor allem, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan bezüglich der territorialen Zugehörigkeit von Kaschmir 2003 zu Ende gegangen sind und dass seit 2004 im Entspannungsprozess zwischen den beiden Ländern erfreuliche Fortschritte erzielt worden sind. Zitat-Ende

Ok, damit kann ich leben….

Der zweite Punkt ist die Fitness und Gesundheit. Bin ich fit genug…? Wenn ich es mir so recht überlege, muss ich eigentlich daheim bleiben. Meine Fitness-Programm geht eigentlich nicht über das Schreibtisch sitzen und Kinder huschen hinaus. Ich hab jetzt noch vier Wochen, in denen ich mich fit bekommen muss. Es liegt bei mir nicht so unbedingt an Kraft oder Ausdauer. (Ok, 10.000 Höhenmeter schaffe ich nicht, aber für sollte es 4.000 langen, hoffentlich). Mein Problem ist eher die Beweglichkeit. Man wird halt langsam alt und Rauchen ist halt auch nicht das Gelbe vom Ei. Warten wir es ab. Ich hab ja jetzt meine eigene Yogi und werde, sobald sich mein Arm von den Impfungen erholt hat, mit dem Yoga 4 Dummies anfangen. Ich hoffe es steigert in den nächsten 4 Wochen noch meine Beweglichkeit etwas.

Der dritte Punkt der mich noch beschäftigt ist die Ausrüstung.

1 Free Riding Rucksack: hab ich

Free Riding Ski: hab ich Ski Stöcke: gecheckt

Verschütteten Suchgerät: hab ich

Lawinen Schaufel: hab ich Lawinen Sonden: ja Helm und Helm Unterzug sowie (empfohlen) Rückenpanzer sofern nicht im Rucksack integriert: hab ich Handschuhe evtl. zweite Garnitur: Zweite Garnitur fehlt noch Ski Brille und Sonnen Brille: ja ja ja Thermo Unterwäsche: ja da hab ich sogar 2 Garnituren Ski Unterwäsche: ja Fleece Pullover/Fleece Jacke: hab ich Ski Jacke und Ski Hose: hab ich, brauch aber noch nee zweite, bei meiner Sturzzahl empfehle ich die mir selbst

Sonnen und Lippenschutz (Schutzfaktor 50 empfohlen für die Gebietshöhe 2500m bis 4500m ü.M.): ja Tiefschneebänder: nö. brauch ich noch Schlafsack (zur Sicherheit bei sporadischen Strom/Heizungsausfällen): ja Stirnlampe (Taschenlampe): ja Ersatz Batterien für Kameras: Logo Energie Riegel und Getränke Pulver: Bäh, ich mag das Zeug einfach nicht Trinkflasche 1l: da muss mein Camel herhalten

Zur Zeit ist mein Hauptproblem: Ich brauch noch einen Skibag mit Rollen, wo meine zwei Waffen, die passenden Schuhe und der Rest reinpasst.

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